Geschichte

Die Enstehung des Vereins

Die Geburtsstunde des Vereins schlug am 1. Februar 1925 im “Roten Ochsen”. Dorthin hatte Landesökonomierat Muth, Lehrer an der Ackerbauschule, die Gründungsversammlung des Reit- und Fahrvereins einberufen. Sechs passive und 13 aktive Reiter trugen sich in die Mitgliederliste ein. Aktiv bedeutete, dass man ein Pferd besaß oder die Möglichkeit hatte eines auszuleihen. Die Pferde waren damals sicherlich Großteils noch als Fahrpferde eingesetzt. Die Gründungsgeschichte und die Nachrichten über die ersten Jahre sind nur anhand der Sitzungsprotokolle nachzuzeichnen, eine Vereinschronik wurde nie geführt.

Ein Husar als Reitlehrer

Der erste Vorsitzende war Major a. D. Scherer und als erster Reitlehrer wurde ein ehemaliger Husar gewonnen, der Justizsekretär Oskar Künast. Schon im Gründungsjahr 1925 ritten die Ellwanger bei einem Turnier in Aalen mit. Nicht bekannt ist, auf welchem Gelände die ersten Reiter ihre Dressur- und Springübungen abhielten. Möglicherweise gab es im Bereich der Polizeischule auf dem heutigen Kasernengelände einen Reitplatz. Das erste große Turnier, das 1931 in Ellwangen veranstaltet wurde, war jedenfalls hier, wie man auf alten Fotografien erkennen kann.

Das Regiment kam per Zug

An dem Wettkampf nahm auch eine Eskadron des 18. Reiterregiments in Ulm teil. Die Soldaten und ihre Pferde reisten mit dem Zug an. Der Kontakt kam sicherlich über Jakob Jetter zustande. Der ehemalige Wachtmeister des Reiterregiments war bis 1961 Reitlehrer in Ellwangen und verhalf der Reiterei zu großem Auftrieb. Unter der Nazi-Diktatur war der Reitverein nicht aktiv, erst 1949 wurden wieder zwei Pferde gekauft und der Reitbetrieb aufgenommen. Zu den ersten Reitern gehörten amerikanische Besatzungssoldaten, die den Westernstil pflegten. 1950 wurde Brauereibesitzer Hermann Veit Vorsitzender, ab 1952 kamen die Herren Saile und Willi Müller als weitere Reitlehrer hinzu. 1954 wurde beim Blutritt in Schwenningen die Standarte geweiht, die jetzt frisch restauriert ist. Bei vielen Ellwangern sind auch noch die Auftritte zum Kalten Markt in historischen Kostümen in Erinnerung. 1959 wurde der Reitbetrieb kurzfristig nach Aalen verlegt, weil in Ellwangen eine Halle fehlte. Die wurde erst 1961 auf dem Gelände des heutigen Bauhofs errichtet, mit Hilfe der Stadt und einem Zuschuss des Landessportbundes. Die Pferde waren in einem Stall in der Hirtengasse untergebracht. 1973 pachtete der Verein dann den hinteren Spitalhof und baute ihn zur heutigen Reitanlage aus. 1997 löste Willi Bölts den langjährigen Vorsitzenden August Mangold ab. Im Jubiläumsjahr hat der Verein den Hof nun gekauft. 

Kontakt

Reit und Fahrverein Ellwangen e.V.
Hinterer Spitalhof 2
73479 Ellwangen
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